Drucken

Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin - "Gut leben - Lebensqualität in Deutschland"

Veröffentlicht am

Unsere Kanzlerin fragt per Internetauftritt, was ihre Bürger unter Lebensqualität in Deutschland verstehen.
Unter dem folgenden Link gelangen Sie direkt zu der entsprechenden Webseite. Nutzen auch Sie die Möglichkeit der Kanzlerin Ihre Sicht zum Thema Lebensqualität in Deutschland darzulegen!

Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin - "Gut leben - Lebensqualität in Deutschland"

Hier der Beitrag von Nichtraucherschutz-NRW:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

das Lebensmittel, das für uns Menschen von größter Wichtigkeit ist, ist unsere Atemluft. Wir konsumieren Atemluft ungefähr 15-mal pro Minute. Wenn wir nicht atmen, sterben wir innerhalb weniger Minuten. Für kein anderes Lebensmittel fordert unser Körper, so unerbittlich und mit der Androhung  so drastischer Folgen, seinen Konsum ein.

Und wenn dieses wichtigste Lebensmittel verunreinigt ist, reagiert unser Körper mit zahllosen Abwehrreaktionen, Krankheit, Siechtum, Schwerbehinderung und oftmals sogar mit dem Tod darauf.

Darum ist es von größter Bedeutung für uns, dieses Lebensmittel so rein wie irgend möglich zu halten!

Erhebliche Verunreinigungen erfährt unsere Atemluft z.B. durch das völlig unnötige Rauchen, durch den unvermeidlichen Straßenverkehr, die ebenso unvermeidlichen Heizungsanlagen in Häusern, die für uns alle notwendige Industrie uvm.

Während erfolgreich große Anstrengungen bei der Automobilindustrie, bei den Heizungsanlagen und in der Industrie vorgenommen wurden, um den Schadstoffausstoß zu reduzieren, hat die Tabakindustrie durch Beimengungen den Schadstoffausstoß sogar noch erhöht und die Gefährlichkeit des Tabakrauchs damit erheblich gesteigert.
Sie bemüht sich auf allen Wegen, vor allem durch massive lobbyistische Beeinflussung der Politik Hürden für ihren Vertrieb zu verhindern oder gar zu beseitigen um möglichst viele Menschen von ihrem Krankheit und Siechtum, Schwerbehinderung und Tod bringendem Produkt abhängig zu machen. Und dabei nimmt sie auch in Kauf, dass dieses Produkt nicht nur die Konsumenten selbst schädigt, sondern auch die Menschen, die nicht direkt rauchen, deren Atemluft aber durch Tabakrauch ebenfalls kontaminiert wird.
So sterben allein in Deutschland mindestens 3300 Nichtraucher an den Folgen des Passivrauchens. Die Dunkelziffer wird erheblich höher sein und die Anzahl an Nichtrauchern die durch das Passivrauchen z.T. schwer erkranken oder gar Schwerbehinderung und Pflegebedürftigkeit erfahren ist zweifellos noch ganz erheblich höher.
Viele Kinder werden, z.B. in ihren Wohnungen oder im Auto von ihren Eltern zwangsberaucht. - Für sie gibt es noch immer kein einklagbares Recht, von ihren Eltern nicht mit Tabakrauch für ihr ganzes Leben geschädigt zu werden. Viele Angestellte, werden von der Arbeitsstättenverordnung zu Menschen zweiter Klasse erklärt und man spricht ihnen die Schutzbedürftigkeit mit dem Verweis auf Publikumsverkehr an der Arbeitsstätte ab. Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzen will, z.B. weil er dadurch die Umwelt schützt, muss zugleich die gesundheitliche Beeinträchtigung durch Tabakrauch an Bus- und Bahnhaltestellen erdulden.
Die Liste lässt sich erheblich verlängern, denn noch immer steht Deutschland im Europäischen Vergleich auf dem vorletzten Platz, was den Nichtraucherschutz angeht. Lediglich Österreich hat noch schlechtere Regelungen in Bezug auf den Nichtraucherschutz, als wir es in Deutschland haben.

Darum bitte ich Sie, sich für einen konsequenten Nichtraucherschutz ohne Schlupflöcher stark zu machen! Beenden Sie alle Gespräche mit der Tabakindustrie und deren Vertretern und Lobbyisten! Helfen Sie aktiv und durch wirksame Maßnahmen den Tabakkonsum drastisch einzuschränken und unserer aller Atemluft, vor allem an den genannten Lebensmittelpunkten, Tabakrauchfrei zu halten! Denn unsere Gesundheit zu erhalten und ein langes selbstbestimmtes und aktives Leben führen zu können ist der herausragendste Garant für Lebensqualität.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Gregor Weißenborn

Andere Webseiten zum Thema Rauchausstieg