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Stehen Sicherheitsdienste über dem Recht?

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Ein persönlicher Erlebnisbericht:

Eben bringe ich eine Freundin zum Flughafen-Bahnhof in Düsseldorf. Sie will den Regional-Express 1 nach Essen nehmen, der von Gleis 1 abfahren wird. Es ist etwas frisch geworden und ich schlage vor, etwas an der Treppe entlang in den Windschatten zu gehen. Dort gehen wir auf eine Gruppe von vier uniformierten Männern zu, die auf denselben Zug warten. Als ich näher komme, sehe ich einen von ihnen Rauchen. Er und auch seine Kollegen bemerken, dass ich seine Zigarette ansehe. Sie gehen etwas vor uns her und verschwinden hinter der Ecke, wo sie stehen bleiben. Ich spreche die Leute, die wie ich nun sehen kann Uniformen der Firma Kötter tragen, an: "Sie wissen was das hier ist?" "Ein Bundesbahnhof.", antwortet einer von ihnen selbstbewuster, als es der Situation gerecht wäre. Ich sage: "Das ist ein rauchfreier Bahnhof!" "Ja und?", antwortet der Wortführer. Ich sage: "Aber ihr Kollege raucht trotzdem hier!" Als Antwort erhalte ich: "Das nennt man dann wohl Pech!" Ich schaue nach Namensschildern, sehe aber, dass die Personen auf ihren Uniformen der Firma Kötter, nur Schilder tragen, auf denen steht "Im Auftrag der Bundespolizei". Ich frage also den Wortführer nach seinem Namen, doch statt das er seiner Auskunftspflicht nachkommt, fragt er mich ebenfalls danach. Ich nenne ihm meinen Namen. Er fragt nach meinem Wohnort. Auch meine Adresse nenne ich ihm und sage dann, an meine Frage nach seinem Namen anknüpfend: "So und jetzt Sie!" Doch mit den Worten, "Ich werde Ihnen doch nicht meinen Namen nennen! Sie haben hier überhaupt nichts zu melden!", verweigert er mir die Auskunft. Sein Kollege, der eben noch geraucht, aber mittlerweile seine Zigarette weggeworfen hat, stellt sich in bedrohlicher Haltung vor mich und raunt mich an: "Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!" Etwas später, der Zug ist noch nicht eingetroffen glaubt er ich hätte ihn fotografiert und kommt in sehr ernster drohender Haltung und mit bedrohlichem Ton zu mir hin, - fragt im harschen Ton ob ich in fotografiert habe. Ein zufällig anwesender Jugendlicher bezeugt, dass ich dies nicht getan habe und so lässt mich der Angesteltle der Firma Kötter schließlich in Ruhe. Als der Zug einläuft, steigen die Bediensteten der Firma Kötter in den RE1 und fahren in Richtung Essen davon.
Und nun ist mir auch klar, warum im Flughafen-Bahnhof an allen Ecken völlig ungestört geraucht wird. - Obwohl der Flughafen-Bahnhof an vielen Stellen als rauchfreier Bahnhof gekennzeichnet ist. Denn wenn solche rüpelhaften Personen der Sicherheitsdienst, noch im Namen der Bundespolizei übertragen wird, darf man selbstverständlich nicht allzu viel erwarten. Vor allem nicht, dass sie sich vorbildlich an die Gesetze halten, deren Einhaltung sie eigentlich gewährleisten sollen.

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