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Großdemonstration gegen den Nichtraucherschutz

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Stell dir vor es wär Großdemonstration und keiner geht hin? – So kann man wohl kaum treffender den Verlauf der heutigen Demonstration gegen ein totales Rauchverbot auf dem Dortmunder Friedensplatz kommentieren.

Gerade einmal ungefähr 40-50 Person sind heute dem, schon sprachlich nicht allzu gekonntem  Aufruf des Kneipeninhabers Omid Ghorbanazar zur „Demonstration gegen das Nichtraucherschutz in Kneipen!“ gefolgt und haben sich gegen 14 Uhr auf dem Dortmunder Friedensplatz eingefunden.

Was war los? Das Wetter war wunderbar. Daran konnte es nicht gelegen haben.  Vielleicht hat sich der Veranstalter einfach in seinen Anhängern geirrt. Es ist ein großer Unterschied, abends unter dem Einfluss von jeder Menge Alkohol, mit der Zigarette in der Hand und aufgewiegelt von einer mitreißenden Mehrheit von Freunden und Bekannten, in der abgeschlossenen Vertrautheit einer Kneipe dagegen zu wettern, dass man zukünftig mit der Zigarette kurz vor die Tür gehen muss, oder ob man sich tatsächlich in der Öffentlichkeit zu seiner doch eher erbärmlichen Sucht bekennt um seine Suchtinteressen zu verteidigen. - Dort wo einen die übrigen, schließlich überwiegend nichtrauchenden Menschen, eher naserümpfend ansehen. Zumal man damit rechnen muss, dass die sonstigen anwesenden Menschen, die ja mehrheitlich nicht zugequalmt werden wollen, einen großen Bogen um die Veranstaltung machen.
Auch mag ein großer Irrtum darin bestehen, was Raucher sich,  - wenn sie nicht gerade von ihrer Gruppe beeinflusst werden -, wirklich wünschen. Zahlreichen Umfragen zufolge wünschten sich 75-80% der Raucher niemals mit dem Rauchen angefangen zu haben. Das erklärt auch, warum so viele Raucher bei dem erfolgreichen Volksentscheid für einen echten Nichtraucherschutz in Bayern ihre Stimme dem Nichtraucherschutz gegeben haben. Viele Raucher sehen in einer Verschärfung der Gesetzgebung eine Chance mit ihrer Sucht zu brechen. Wer hat das nicht schon gehört: „Ach würde man es mir doch nur verbieten! – Dann könnte ich es lassen.“ Viele Raucher wünschen sich, mehr oder weniger offen, dass man ihnen bezüglich ihrer Sucht, Hürden in den Weg legt.
Da ist es kaum verwunderlich, dass sich heute nur eine Handvoll Raucher dazu eingefunden hat, bar jeder Erkenntnis und Vernunft für ihre eigene Sucht Partei zu ergreifen.

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