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Inter-tabac 2014 - Vertriebsmesse des Todes in Dortmund

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Wie auch schon im Vorjahr findet dieses Jahr die Inter-tabac in den Dortmunder Westfalenhallen, gegen den Widerstand und Protest zahlreicher Nichtraucherschutz-Organisationen und vieler Einzelpersonen, statt.

Sierau und Big TobaccoDie Kritik richtet sich dabei ins Besondere gegen den Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau, denn die Stadt Dortmund ist alleinige Gesellschafterin der Dortmunder Westfalenhallen in denen die Tabakmesse ausgerichtet wird. Oberbürgermeister Sierau jedoch verweigert bislang, jedes Gespräch mit den Kritikern an der Tabakmesse. Vor dem Hintergrund, dass die Ausrichtung der Tabakmesse Inter-tabac ganz klar einen Verstoß gegen das WHO-Tabakrahmenübereinkommen zur Tabakprävention und Bewerbung von Tabak darstellt, das von Deutschland im 2003 zusammen mit 170 Ländern unterzeichnet hat, ist nicht nachvollziehbar, warum Ullrich Sierau nicht längst davon Abstand genommen hat, Grund und Boden zur Bewerbung dieser Tod und Elend bringenden Drogen zur Verfügung zu stellen. Ziel der Tabakmesse Inter-tabac ist eindeutig den Tabakkonsum in jeder erdenklichen Hinsicht zu fördern. Ein Ziel, dass ohne jeden Zweifel mehr Opfer unter den davon direkt und indirekt betroffenen Menschen zur Folge hat. In Indonesien zeigte man sich im zurückliegenden Jahr weniger Rückständig und sagte die Messe nach massiven Protesten aus dem In- und Ausland kurzerhand ab.

Am 16.08.2014 trafen sich deshalb erneut Tabakgegner in Dortmund, um gegen die Ausrichtung der Inter-tabac in den Dortmunder Westfalenhallen zu demonstrieren. In einem Rollenspiel stellten sie den Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Hand in Hand mit der todbringenden Tabakindustrie und deren Vertretern, dar.

Wir fordern den Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Ullrich Sierau auf, sein rückwärtsgewandtes und moralisch verwerfliches Verhalten aufzugeben, die diesjährige Inter-tabac abzusagen und auch zukünftig keine ähnliche Messe mehr auszurichten!

Nachtrag:
Erlebnisbericht des Vorsitzenden des Deutschen Jugendschutz-Verbandes, der Ulrich Sierau mit seiner Kritik an der Messe Inter-tabac konfrontiert hat:


Am gestrigen Samstag, den 23.08., traf ich im Rahmen des Christopher Street Days in Dortmund mit Oberbürgermeister Sierau zusammen. Auf dem CSD gab es einen gemeinsamen Stand vieler verschiedener Organisationen, auf dem auch die Kampagne "Stoppt die Tabakmesse in Dortmund" des Forum Rauchfrei beworben wurde. Nachdem Herr Sierau an diesem Stand das Kampagnen-Plakat bewunderte, das ihn händeschüttelnd mit einem Vertreter der Tabakindustrie zeigt, habe ich kurzerhand eine Postkarte ausgefüllt, die Herrn Sierau auffordert, die Tabakmesse "Inter-tabac" zu stoppen. Mit dieser Karte ausgestattet bin ich zu Herrn Sierau gegangen, habe ihn freundlich mit Handschlag begrüßt und ihm die Postkarte überreicht. Herr Sierau nahm die Karte dankend und interessiert entgegen und las auch sofort die Aufforderung, die Messe zu stoppen. Daraufhin wollte Sierau die Karte wieder zurückgeben, mit erzürnter Stimme kommentierend: "Das muss ich nicht annehmen! Das werde ich nicht annehmen!" Ich erklärte daraufhin noch einmal, dass es sich um eine Bitte eines Dortmunder Bürgers und des Vorsitzenden des in Dortmund ansässigen Deutschen Jugendschutz-Verbandes handelt, die ich dem Oberbürgermeister überreichen möchte. Dies kommentierte Sierau mit einem lauten "NEIN!" und zerdrückte vor den interessierten Augen zahlreicher Passanten die Karte, um sich dann wortlos davon zu machen und die Karte im nächsten Mülleimer zu entsorgen.

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Wenn es Spät wird, werden die Aschenbecher hervorgeholt

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Ein Jahr nach dem Wirksam werden des neuen Nichtraucherschutzgesetz, das in erster Linie ein absolutes Rauchverbot in den Innenräumen der Gastronomie zur Folge hat, zeichnet sich ein klares Bild ab:

In den meisten Kneipen hat man kein Problem mit dem neuen Nichtraucherschutzgesetzt. Rauchfreie Kneipen werden nicht nur von Nichtrauchern begrüßt. Auch die meisten Raucher wollen nicht in einem Raum sitzen, in dem man die Luft, - oder treffender gesagt, den Rauch -, mit dem Messer schneiden kann. Für die Angestellten ist der endlich weitgehend (draußen darf schließlich leider immer noch geraucht werden) rauchfreie Arbeitsplatz eine Wohltat im Vergleich zu früher. Eine verschwindend geringe Anzahl von Rauchern schafft es hin und wieder noch mit theatralisch peinlichem Suchtgequängel den ein oder anderen Redakteur von Lokalzeitungen dazu zu überreden, einen rührigen Artikel zu verfassen. - Im Wesentlichen berichten die Medien äußerst positiv über erfolgreiche Etablierung der Verbesserungen die mit dem neuen Gesetz verbunden sind.

Allerdings gibt es leider auch Kritik zu üben: Nach anfänglich noch weitgehend engagierten Kontrollen, zahlreichen Gesprächen und auch z.T. dem Verhängen von Ordnungsgeldern durch die Ordnungsbehörden, scheint dort die Motivation zunehmend nachgelassen zu haben. Ins Besondere in der Landeshauptstadt Düsseldorf scheint man es längst nicht so genau zu nehmen, wie z.B. in Köln und andere Städten, wo weiterhin rigide gegen Verstöße vorgegangen und das Gesetzt 1:1 umgesetzt wird. Auch steht der Ordnungsdienst längst nicht in jedem Ort so lange zur Verfügung, bis die letzte Kneipe geschlossen hat. Und so werden zur vorgerückten Stunde, vor allem wenn nur noch Stammkunden anwesend sind, die Aschenbecher hinter dem Tresen hervorgeholt. Vorhänge werden zugezogen und es wird in der Kneipe geraucht wie eh und je. Das Risiko erwischt zu werden, ist ab 24 Uhr sehr gering.
Manche Ordnungsbedienstete scheinen sogar eine besonders bedenkliche Schiene zu fahren, wenn sie Beschwerden nachgehen: Schlampiges Prüfen, angestrengtes Wegsehen und "ich rieche nichts" sind die dummdreisten Ausreden, die sich Beschwerdeführer anhören müssen. Ordnungsbedienstete die selbst rauchen haben hier nichts zu suchen! Wir erwarten weiterhin konsequentes Durchsetzen des Nichtraucherschutzes!

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Tabakmesse findet nicht statt!

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Großer Erfolg für den Gesundheitsschutz! - Die Tabakmesse Inter-tabac wird nächste Woche nicht auf Bali stattfinden!

Nachdem die örtliche Polizei in Bali den Veranstalter, - die Westfalenhallen Dortmund GmbH -, aufgefordert hat, die Tabakmesse Inter-tabac dort nicht stattfinden zu lassen, sucht dieser nun einen anderen Veranstaltungsort für seine Messe.

Die Ankündigung die Tabakmesse Inter-tabac in Indonesien ausrichten zu wollen hatte international zu erheblichen Protesten und scharfer Kritik geführt. Bereits die letzte Tabakmesse Inter-tabac, die in Dortmund ausgerichtet wurde, war scharf kritisiert worden.

Erst vor wenigen Tagen haben Tabakgegner versucht dem Bürgermeister der Stadt Dortmund, deren Westfalenhallen Dortmund GmbH eine 100% Tochter der Stadt Dortmund ist, mehr als 12000 Unterschriften gegen die Ausrichtung der Tabakmesse Inter-tabak zukommen zu lassen. Dieser verweigerte jedoch die Annahme der Unterschriften und jegliches Gespräch. - Ein für einen Bürgermeister, unerhörtes Verhalten, ist doch Bürgernähe und ein offener Umgang mit Kritik eine der Grundeigenschaften die ein jeder Bürgermeister für sein Amt mitzubringen hat.

Wir sind hoch erfreut, dass die Tabakmesse auf Bali, dank der Einsicht der dortigen Behörden, verhindert werden konnte. Wir sehen darin ein höchst verantwortungsbewusstes Verhalten der Behörden in Bali und begrüßen die Maßnahme als einen wichtigen Schritt zur Tabakprävention. Zugleich verurteilen wir die fortbestehende Uneinsichtigkeit des Dortmunder Bürgermeisters und der Westfalenhallen Dortmund GmbH auf das schärfste! Während überall in Deutschland und in der westlichen Welt dem Gesundheitsschutz in Bezug auf das Rauchen immer größere Bedeutung und rechtliche Würdigung zukommt, bereichert sich die Stadt Dortmund über die Westfalenhallen Dortmunder GmbH durch die Ausrichtung einer Messe, deren Ziel es ist, die Vermarktung eines Produktes zu fördern, dessen Konsum für zahllose Menschen Tod und Elend, Krankheit und Siechtum bedeutet.

Dem Bürgermeister der Stadt Dortmund und der Westfalenhallen Dortmund GmbH sind offensichtlich die Einnahmen aus diesem schmutzigen Geschäft so wichtig, dass sie dafür den Tod, Krankheit und Behinderung zahlloser Menschen, zu denen in den Schwellenländern wie z.B. Bali ins besondere auch zahllose Kinder gehören, billigend in Kauf nehmen.

Wir appellieren nachdrücklich an den Bürgermeister der Stadt Dortmund und die Westfalenhallen Dortmund GmbH von einer weiteren Ausrichtung von Messen, zur Vermarktung oder Förderung der Vermarktung von Tabakprodukten, Abstand zu nehmen und damit auch dem, von der deutschen Bundesregierung unterzeichneten, WHO Rahmenübereinkommen zur Tabakprävention zu entsprechen!

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Demonstration gegen die inter-Tabac in Dortmund und Indonesien

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Bei gutem Wetter fanden sich gestern, am 21. September 2013 for den Dortmunder Westfalenhallen zahlreiche Demonstranten gegen die  weltweit größte Tabakmesse inter-Tabac ein.

Zu der Demonstration hatte das Forum Rauchfrei aufgerufen. Im Vorfeld der Veranstaltung hatten diverse Personen, z.T. durch massive Drohungen und Beleidigungen, versucht die Teilnehmer einzuschüchtern und davon abzubringen von ihrem Demonstrationsrecht gebraucht zu machen. Dank Polizeischutzes kam es jedoch in keinem Fall zu solcherlei Übergriffen und die Demonstration lief rundum ruhig, sachlich und ausgesprochen friedlich ab.

Das öffentliche Interesse war sehr gut. Sowohl Besucher der Messe, als auch Aussteller und  Vertreter der Industrie nutzten zahlreich die Gelegenheit sich über unseren Standpunkt zum Nichtraucherschutz und zur Tabakpävention zu informieren. In verschiedenen Interviews mit Presse- und Medienvertretern konnten wir umfassend darlegen warum der Tabakwerbung und ins Besondere einer Tabakmesse, weder auf deutschem, noch auf anderem Boden eine Plattform zur vermarktung und bewerung ihrer Tod und Elend bringenden Produkte geboten werden darf.

Veranstalter der Messe ist eine 100-prozentige Tochterfirma der Stadt Dortmund, die Westfalenhallen Dortmund GmbH. Sie organisiert die Messe vollständig, unterhält ein dichtes Netz an Beziehungen zu den Ausstellerfirmen, bietet ein Podium für Fachvorträge und wirbt für den „weltweit größten Marktplatz der Tabakwarenbranche“

Fernsehbeitrag des WDR - Lokalzeit Dortmund vom 21.09.2013

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Großdemonstration gegen den Nichtraucherschutz

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Stell dir vor es wär Großdemonstration und keiner geht hin? – So kann man wohl kaum treffender den Verlauf der heutigen Demonstration gegen ein totales Rauchverbot auf dem Dortmunder Friedensplatz kommentieren.

Gerade einmal ungefähr 40-50 Person sind heute dem, schon sprachlich nicht allzu gekonntem  Aufruf des Kneipeninhabers Omid Ghorbanazar zur „Demonstration gegen das Nichtraucherschutz in Kneipen!“ gefolgt und haben sich gegen 14 Uhr auf dem Dortmunder Friedensplatz eingefunden.

Was war los? Das Wetter war wunderbar. Daran konnte es nicht gelegen haben.  Vielleicht hat sich der Veranstalter einfach in seinen Anhängern geirrt. Es ist ein großer Unterschied, abends unter dem Einfluss von jeder Menge Alkohol, mit der Zigarette in der Hand und aufgewiegelt von einer mitreißenden Mehrheit von Freunden und Bekannten, in der abgeschlossenen Vertrautheit einer Kneipe dagegen zu wettern, dass man zukünftig mit der Zigarette kurz vor die Tür gehen muss, oder ob man sich tatsächlich in der Öffentlichkeit zu seiner doch eher erbärmlichen Sucht bekennt um seine Suchtinteressen zu verteidigen. - Dort wo einen die übrigen, schließlich überwiegend nichtrauchenden Menschen, eher naserümpfend ansehen. Zumal man damit rechnen muss, dass die sonstigen anwesenden Menschen, die ja mehrheitlich nicht zugequalmt werden wollen, einen großen Bogen um die Veranstaltung machen.
Auch mag ein großer Irrtum darin bestehen, was Raucher sich,  - wenn sie nicht gerade von ihrer Gruppe beeinflusst werden -, wirklich wünschen. Zahlreichen Umfragen zufolge wünschten sich 75-80% der Raucher niemals mit dem Rauchen angefangen zu haben. Das erklärt auch, warum so viele Raucher bei dem erfolgreichen Volksentscheid für einen echten Nichtraucherschutz in Bayern ihre Stimme dem Nichtraucherschutz gegeben haben. Viele Raucher sehen in einer Verschärfung der Gesetzgebung eine Chance mit ihrer Sucht zu brechen. Wer hat das nicht schon gehört: „Ach würde man es mir doch nur verbieten! – Dann könnte ich es lassen.“ Viele Raucher wünschen sich, mehr oder weniger offen, dass man ihnen bezüglich ihrer Sucht, Hürden in den Weg legt.
Da ist es kaum verwunderlich, dass sich heute nur eine Handvoll Raucher dazu eingefunden hat, bar jeder Erkenntnis und Vernunft für ihre eigene Sucht Partei zu ergreifen.

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