Mal eben an die frische Luft

Für die meisten Raucher ist es im Grunde kein Problem zum Rauchen mal eben an die frische Luft zu gehen. Aber allein gehen will keiner von ihnen. Geht einer nicht vor die Tür, geht keiner vor die Tür. Schreit einer laut auf, weil man es ihm so vorschreiben will, schreien ihm alle nach. Doch hat man mal Gelegenheit mit dem Raucher allein zu sprechen, stellt man schnell fest, dass dieser durchaus zur Rücksichtnahme bereit ist. - Ja sogar die Vorzüge, vor der Tür und an der frischen Luft zu Rauchen selbst sehr zu schätzen weis. Ja, er wisse ja selbst, wie schädlich das Rauchen sei und er empfinde es ja auch als deutlich angenehmer, wenn der Raum nicht vollgequalmt sei, aber er wolle eben selbst entscheiden, ob er vor die Tür gehe, oder nicht. - Wolle sich da keine Vorschriften machen lassen, weil er sich dadurch gegängelt sehe. Zu dem Einwurf, mit seinem Rauchen im Gastraum schädige er doch aber die Gesundheit der Nichtraucher, vor allem die Gesundheit des nichtrauchenden Personals, bringt er vor, diese mögen doch einfach einen anderen Ort oder Arbeitsplatz suchen. Reichlich dreist, wie er da sein Bedürfnis, sich nicht aus Rücksichtnahme vor den nichtrauchenden Mitmenschen, mal eben zum Rauchen an die frische Luft begeben zu wollen, weil er da ja einer Vorschrift folgen würde, die ihm als Gängelei erscheint, verteidigt. Klar, sagt er, wenn es ihm vorgeschrieben werde, halte er sich auch daran und habe kein Problem damit. Aber jetzt im Vorfeld neuer entsprechend gesetzlicher Regelungen, schreit er den Kanon, den ihm die Lobbyisten der Tabakindunstrie und die wenigen rauchenden Kameraden, die die Notwendigkeit zur Rücksichtnahme absolut nicht einsehen wollen, nach und wendet sich gegen Rauchverbote. Denn die wären ihm das bequemste. - Er könnte selbst entscheiden ob er drinnen raucht, oder ob er draussen raucht und so bliebe eben alles wie es war. - Er würde drinnen rauchen, wie die anderen auch. Und jedem der etwas dagegen sagen würde, würde er, wie er es immer tat, entgegenhalten: "Geh halt wo anders hin!" Würde man ihm morgen sagen, er solle keine Bahnhofsgegenden aufsuchen, weil dort erfahrungsgemäß eher mit Taschendiebstahl zu rechnen sei, würde er massivst protestieren und nach Ordnungshütern rufen. Dabei steht über allem seine grundsätzliche Bereitschaft, sich an ein entsprechendes Verbot auch halten zu wollen und selbst sogar einen rauchfreien Gastraum sehr zu schätzen. Also worauf warten wir noch?

Eine Watschen für die bayerische Landespolitik!

Bayerns Bürger haben entschieden!

Nachdem sie lange genug zugesehen haben, wie stümperhaft die bayerische Landesregierung an dem dortigen Nichtraucherschutzgesetz herumgepfuscht hat, haben Sie die Politik zur Seite geschoben:

"Es reicht! Dann müssen wir wohl die Arbeit selbst erledigen!"

Der überragende Sieg beweist, was gesundem Menschenverstand ohnehin klar sein muss:

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will einen konsequenten Nichtraucherschutz ohne Schlupflöcher! - Gesundheitsschutz und Prävention muss Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen der Tabakindustrie und derer Lobbyisten haben!

Es kann nicht sein, dass sich rund 70% Nichtraucher von rund 30% Rauchern die Atemluft vergiften lassen müssen, wenn sie die Angebote der Gastronomie nutzen wollen.

Und die meisten Raucher sehen das sogar durchaus ein. - Ihnen ist der Weg vor die Kneipentür keine unüberwindbare Hürde. - Rücksichtnahme gegenüber ihren nicht rauchenden Freunden und Bekannten ist für sie kein Problem! - Sofern es denn so Gesetz ist.

Lediglich einige ewig gestrige und zur Rücksichtnahme nicht fähige, uneinsichtige Sturköpfe zetern, von der Tabakindustrie und deren Lobbyisten die ihre Pfründe zu schützen suchen bestärkt, was das Zeug hält und heizen damit die übrigen an. - War's nicht bei der Einführung der Gurtpflicht damals genau so?

In Bayern ist mit dem nun kommenden Nichtraucherschutzgesetz neben dem Schutz vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen auch echte Chancengleichheit zwischen den Gastronomen entstanden und es besteht für alle Gäste Klarheit darüber, dass sie, wenn sie ausgehen wollen, durchgängig rauchfreie Gastronomie vorfinden werden und nicht erst eine Pilgerreise von Lokal zu Lokal antreten müssen. Für die Bayern dürfte das leidige Streitthema damit endlich abschließend vom Tisch sein.

Nun bleibt zu hoffen, dass der Ausgang des bayerischen Volksentscheides für einen echten Nichtraucherschutz, von der Politik der übrigen Bundesländer und damit auch hier bei uns in Nordrhein-Westfalen als Exempel gesehen wird. - Das man jetzt in den übrigen Bundesländern einsieht, dass die Bürger einen klaren Anspruch auf einen konsequenten Nichtraucherschutz ohne Schlupflöcher haben, den sie notfalls auch über Bürgerinitiativen und Volksbegehren bis hin zu Volksentscheiden gegen eine ignorante Tabaklobbygeführte Politik durchzusetzen wissen.

Volksinitiative Frische Luft für Berlin

Jetzt Berlin!Volksinitiative "Frische Luft für Berlin"

Berliner Aktionsteam startet Volksinitiative für frische rauchfreie Luft in Berlin!

Der mit großem Erfolg verlaufene bayerische Volksendscheid hat in den Köpfen der Politiker der übrigen Bundesländer keine sonderlichen Erkenntnisse wachsen lassen. Mit stoischem Gleichmut hat man zugesehen, wie die bayerische Landesregierung öffentlich vorgeführt und abgewatscht wurde und hat sich offensichtlich gesagt: "Das betrifft nur die Bayern! - Das hat mit uns, mit den Bedürfnissen unserer Bürger und mit unserer Regierungsarbeit nichts zu tun!"
Und so ist es auch nicht verwunderlich, das sich bis zum heutigen Tag nichts bewegt hat.
Der Schutz der Nichtraucher ist in den übrigen Bundesländern noch immer miserabel und er verdient es nicht überhaupt als Nichtraucherschutz bezeichnet zu werden. Nach wie vor sind die Landesgesetze absolut stümperhaft, - ja geradezu laienhaft -, ausgearbeitet, ausleg- und interpretierbar, wie es jeweils gerade in den Kram passt und werden ansonsten einfach gebrochen, ohne, dass dies für diejenigen, die das tun irgend welche Konsequenzen hätte. Die Bürger haben diese Tabaklobbyistische Politik aber mittlerweile absolut satt!

Wir wollen einen umfassenden Schutz der Nichtraucher ohne Schlupflöcher!

Nun wird eben die Berliner Landespolitik durch die Bürger ebenfalls abgewatscht. Es ist sehr bedauerlich, dass wir Bürger, mit Steuergeldern unsere Politiker bezahlen, damit sie für uns Arbeiten, dann aber erneut unsere Gelder und unsere eigene Arbeit einsetzen müssen, um deren Versagen zu korrigieren!

Unterstützen auch Sie die Berliner Volksinitiative "Frische Luft für Berlin"!

Hier finden Sie die Infos dazu:

Volksinitiative "Frische Luft für Berlin"

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